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Wochenendseminare 2009
„Besuch der
Gedenkstätte des SS-Sonderlagers / KZ Hinzert“
im Hunsrück
(bei Hermeskeil im Hunsrück, Landkreis Trier-Saarburg)
13./14. Juni 2009 (2 Tage)
Dieses relativ kleine Konzentrationslager
lag ganz in unserer Nähe, etwa zwei Autostunden von Bad Homburg
und Frankfurt a. M. entfernt, und ist doch vielfach vollkommen unbekannt geblieben. Wir
wollen es vor dem Vergessen bewahren und an das damalige unmenschliche
Geschehen erinnern.
In diesem Seminar sollen
die unterschiedlichen Funktionen des SS-Sonderlagers Hinzert behandelt
werden:
1939
war es noch ein so genanntes Polizeihaft- und Arbeitserziehungslager für
am Westwall
eingesetzte, im
nationalsozialistischen Sinne
straffällig gewordene Arbeiter.
Am
1. Juli
1941 wurde Hinzert dann der Inspektion
der
Konzentrationslager unterstellt und
danach
schrittweise in ein kleineres Konzentrationslager umgewandelt.
Bis zu seiner Räumung Anfang März 1945
durchliefen ca. 14.000
ausschließlich männliche Häftlinge das Lager. In dem theoretisch für 560
Häftlinge ausgelegten, aber mit jeweils 1.200 bis 1.500 Menschen völlig
überbelegten Lager, betrug die Sterblichkeit bis zu 2 % der Belegschaft
pro Tag. Daher muss von einer weit höheren Opferzahl als den 321
gesicherten Toten ausgegangen werden. In Hinzert kam es neben den
alltäglichen sadistischen
Morden durch das Lagerpersonal zu
angeordneten Massenmorden.
–
Im Sommer 1944 gab es ein
Außenlager vom KZ
Hinzert auf dem
Flugplatz Merzhausen/Taunus
(auf dem Gelände ist heute die
Erdfunkstelle Usingen).
Veranstalter:
„Arbeit und Leben (DGB/VHS)
Hochtaunus“,
unterstützt von den
Senior/innen in der DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main.
Dieses Wochenendseminar war ausgebucht!
„Besuch
der KZ-Gedenkstätte Buchenwald“
in Weimar-Buchenwald
26.
–
28. Juni 2009 (3 Tage)
Das
Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten
Konzentrationslager auf deutschem
Boden. Es wurde im Juni
1937 errichtet und bis zum April
1945 von der SS auf dem
Ettersberg bei
Weimar als Arbeitslager betrieben.
Zunächst war es für politische Gegner des Naziregimes bestimmt, später
auch für vorbestrafte Kriminelle und so genannte Asoziale, Juden, Zeugen
Jehovas und Homosexuelle. Mit Beginn des
Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend
Menschen aus anderen Ländern hier gefangen gehalten. Besonders
nach 1943 wurden im KZ Buchenwald und in seinen
insgesamt 136 Außenkommandos KZ-Häftlinge
rücksichtslos vor allem in der Rüstungsindustrie ausgebeutet.
Eins dieser
Außenkager des KZ Buchenwald bestand
1944/45
direkt neben Schloß Kransberg
(Taunus). In
Buchenwald wurden viele Gefangene von der SS ermordet oder starben an
den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen im Nazi-Programm
„Vernichtung
durch Arbeit“.
Anfang 1945 wurde das Lager zur vorläufigen Endstation für
Evakuierungstransporte aus
Auschwitz und
Groß-Rosen. Kurz vor der Befreiung
versuchte die SS noch, das Lager zu räumen und schickte 28.000 Häftlinge
auf
Todesmärsche. Etwa 21.000 Häftlinge,
darunter über 900 Kinder und Jugendliche, blieben im Lager zurück. Am
11. April 1945 befreiten Häftlinge der geheimen Widerstandsorganisation
das Lager, nachdem Einheiten der 3. US-Armee auch den
Ettersberg erreichten. Insgesamt waren
etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager
Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000
geschätzt, darunter waren auch 11.000 Juden.
Busfahrt ab/bis
Frankfurt am Main und Bad Homburg v. d. Höhe.
–
Veranstalter:
DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main / DGB-Senioren in Zusammenarbeit mit dem
DGB-Bildungswerk Hessen, unterstützt von „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“.
„Besuch
der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg“
in Flossenbürg (Oberpfalz, östlich von
Weiden),
verbunden
mit einem Besuch des Dokumentations-zentrums
Reichsparteitagsgelände in Nürnberg:
11.
– 13. September 2009
(3 Tage)
neu!
Das Konzentrationslager Flossenbürg
bestand von
1938 bis
1945 in der Gemeinde
Flossenbürg bei
Weiden im
Oberpfälzer Wald, in der Nähe
der Grenze
zum
Sudetenland. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes
befindet sich heute die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.
–
Etwa
100.000 Gefangene waren insgesamt in dem Lager, von diesen starben
mindestens
30.000. Obwohl das KZ ständig erweitert worden war, überstieg die Zahl der
Insassen die Aufnahmefähigkeit stets bei weitem. Die Bedingungen im
Lager waren unvorstellbar hart. Die schwere Arbeit in den
Steinbrüchen und die
unzureichende Versorgung der Gefangenen sowie die
Grausamkeit der Bewacher
kostete viele
Häftlinge das Leben. Das KZ
Flossenbürg wurde nach
1943
zu einem umfangreichen Netz mit
94
Außenlagern in
Bayern,
Sachsen
und
Böhmen ausgebaut. Ab
1943 wurden die KZ-Gefangenen auch für die Produktion in Rüstungsbetrieben
sowie zur Produktion von
Messerschmitt-Flugzeugen
ausgebeutet. –
Am 8. April
1945 begann die
SS mit der Beseitigung der
Beweise für ihre Missetaten. Gleichzeitig wurden
vom
KZ Buchenwald noch
viele zusätzliche Gefangene zum KZ Flossenbürg
evakuiert. Am
20.
April
1945
musste das KZ endgültig geräumt werden; es begann der
Todesmarsch
von
14.460
Häftlingen zum
KZ Dachau.
Nach
Kriegsende wurden über
5.000
Leichen entlang der Routen der Todesmärsche geborgen. Etwa
1.600
Gefangene blieben zurück, da sie marschunfähig waren. Am
23. April
1945 erreichte die
90.
Infanterie-Division der
3. US-Armee die Gemeinde und
nahm sie kampflos ein. Von den zurückgebliebenen Gefangenen starben
viele in den folgenden Wochen an den Nachwirkungen der erlittenen
Lagerhaft.
Busfahrt ab/bis
Frankfurt am Main und Bad Homburg v. d. Höhe.
–
Veranstalter:
DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main / DGB-Senioren, unterstützt von „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“.
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„Wer sich der
Vergangenheit nicht erinnern will, ist dazu verurteilt, sie noch einmal
zu erleben."
George Santayana, spanisch-amerikanischer
Philosoph und Schriftsteller (1863-1952)
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