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Wochenendseminare 2008
„Besuch
der Gedenkstätte des SS-Sonderlagers / KZ Hinzert“
im Hunsrück
(bei Hermeskeil)
am 26./27. April 2008 (2 Tage).
Dieses relativ kleine Konzentrationslager
lag ganz in unserer Nähe, etwa zwei Autostunden von Bad Homburg
entfernt, und ist doch vielfach vollkommen unbekannt geblieben. Wir
wollen es vor dem Vergessen bewahren und an das damalige unmenschliche
Geschehen erinnern.
In diesem Seminar sollen
die unterschiedlichen Funktionen des SS-Sonderlagers Hinzert behandelt
werden:
1939
war es noch ein so genanntes Polizeihaft- und Arbeitserziehungslager für
am Westwall
eingesetzte, im
nationalsozialistischen Sinne
straffällig gewordene Arbeiter.
Am
1. Juli
1941 wurde Hinzert dann der Inspektion
der
Konzentrationslager unterstellt und
danach
schrittweise in ein kleineres Konzentrationslager umgewandelt.
Bis zu seiner Räumung Anfang März 1945
durchliefen ca. 14.000
ausschließlich männliche Häftlinge das Lager. In dem theoretisch für 560
Häftlinge ausgelegten, aber mit jeweils 1.200 bis 1.500 Menschen völlig
überbelegten Lager, betrug die Sterblichkeit bis zu 2 % der Belegschaft
pro Tag. Daher muss von einer weit höheren Opferzahl als den 321
gesicherten Toten ausgegangen werden. In Hinzert kam es neben den
alltäglichen sadistischen
Morden durch das Lagerpersonal zu
angeordneten Massenmorden.
–
Im Sommer 1944 gab es ein
Außenlager vom KZ
Hinzert auf dem
Flugplatz Merzhausen/Taunus
(auf dem Gelände ist heute die
Erdfunkstelle Usingen).
Veranstalter:
„Arbeit und Leben (DGB/VHS)
Hochtaunus“.
„Besuch
der KZ-Gedenkstätte Buchenwald“
in Weimar-Buchenwald
27.
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29. Juni 2008 (3 Tage)
Das
Konzentrationslager Buchenwald war eines der größten
Konzentrationslager auf deutschem
Boden. Es wurde im Juni
1937 errichtet und bis zum April
1945 von der SS auf dem
Ettersberg bei
Weimar als Arbeitslager betrieben.
Zunächst war es für politische Gegner des Naziregimes bestimmt, später
auch für vorbestrafte Kriminelle und so genannte Asoziale, Juden, Zeugen
Jehovas und Homosexuelle. Mit Beginn des
Zweiten Weltkrieges wurden zunehmend
Menschen aus anderen Ländern hier gefangen gehalten. Besonders
nach 1943 wurden im KZ Buchenwald und in seinen
insgesamt 136 Außenkommandos KZ-Häftlinge
rücksichtslos vor allem in der Rüstungsindustrie ausgebeutet.
Eins dieser
Außenlager vom KZ Buchenwald bestand
1944/45
direkt neben
Schloß Kransberg/Taunus. In
Buchenwald wurden viele Gefangene von der SS ermordet oder starben an
den unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen im Nazi-Programm
„Vernichtung
durch Arbeit“.
Anfang 1945 wurde das Lager zur vorläufigen Endstation für
Evakuierungstransporte aus
Auschwitz und
Groß-Rosen. Kurz vor der Befreiung
versuchte die SS noch, das Lager zu räumen und schickte 28.000 Häftlinge
auf
Todesmärsche. Etwa 21.000 Häftlinge,
darunter über 900 Kinder und Jugendliche, blieben im Lager zurück. Am
11. April 1945 befreiten Häftlinge der geheimen Widerstandsorganisation
das Lager, nachdem Einheiten der 3. US-Armee auch den
Ettersberg erreichten. Insgesamt waren
etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager
Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000
geschätzt, darunter waren auch 11.000 Juden.
Busfahrt ab/bis
Frankfurt am Main und Bad Homburg v. d. Höhe.
–
Veranstalter:
DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main in Zusammenarbeit mit dem
DGB-Bildungswerk Hessen, unterstützt von „Arbeit und Leben (DGB/VHS)
Hochtaunus“.
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„Wer sich der
Vergangenheit nicht erinnern will, ist dazu verurteilt, sie noch einmal
zu erleben."
George Santayana, spanisch-amerikanischer
Philosoph und Schriftsteller (1863-1952)
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