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Einladung zum Wochenendseminar
Eine Fahrt in die
Vergangenheit:
Dieses relativ kleine Konzentrationslager lag ganz in unserer Nähe, etwa
zwei Autostunden von Bad Homburg und Frankfurt am Main entfernt, und ist doch vielfach
vollkommen unbekannt geblieben. Wir wollen es vor dem Vergessen bewahren
und an das damalige unmenschliche Geschehen erinnern.
In diesem Seminar sollen
die unterschiedlichen Funktionen des SS-Sonderlagers Hinzert behandelt
werden:
1939
war es noch ein so genanntes Polizeihaft- und Arbeitserziehungslager für
am Westwall
eingesetzte, im
nationalsozialistischen Sinne
straffällig gewordene Arbeiter.
Am
1. Juli
1941 wurde Hinzert dann der Inspektion
der
Konzentrationslager unterstellt und
danach
schrittweise in ein kleineres Konzentrationslager umgewandelt.
Bis zu seiner Räumung Anfang März 1945 durchliefen
ca. 14.000
ausschließlich männliche Häftlinge m Alter zwischen 13 und 80 Jahren das
Lager. In dem theoretisch für 560 Häftlinge ausgelegten, aber mit
jeweils 1.200 bis 1.500 Menschen völlig überbelegten Lager, betrug die
Sterblichkeit bis zu 2 % der Belegschaft pro Tag. Daher muss von einer
weit höheren Opferzahl als den 321 gesicherten Toten ausgegangen werden.
In Hinzert kam es neben den alltäglichen sadistischen
Morden durch das Lagerpersonal
(insbesondere durch Ertränken) zu angeordneten Massenmorden u. a.
im Oktober 1941 von
sowjetischen
Kriegsgefangenen. Weitere Opfer gab es
auch im Zusammenhang mit dem so genannten Nacht- und Nebel-Erlass
1942/43.
Besonders für das von Nazi-Deutschland besetzte Großherzogtum Luxemburg
(1940-1945) ist dieses KZ zu einem Albtraum geworden. Viele Luxemburger
wurden hier gefangen gehalten, andere nach dem Generalstreik in
Luxemburg im September 1942 oder aber als Widerstandskämpfer im Februar
1944 in der Nähe des Lagers ermordet. –
Im Sommer 1944 gab es ein
Außenlager vom KZ
Hinzert auf dem
Flugplatz Merzhausen/Taunus
(auf dem Gelände ist heute die
Erdfunkstelle Usingen).
Wochenendseminar
in Hinzert 13./14. Juni 2009
(2 Tage)
Gedenkstätte SS-Sonderlager / KZ Hinzert, An der
Gedenkstätte in Hinzert-Pölert (bei Hermeskeil im Hunsrück, Landkreis
Trier-Saarburg ).
Dieses Wochenendseminar war ausgebucht!
Vorgesehener
Seminarablauf: Am Samstag-Nachmittag werden wir von
Georg Mertes
(Mitarbeiter in der Gedenkstätte Hinzert) über das ehemalige, heute nicht mehr sichtbare
Lagergelände geführt. Anschließend werden wir – nach einer Einführung in
die Konzeption – von ihm mit der Dauerausstellung im neuen
Dokumentations- und Begegnungshaus vertraut gemacht. Es soll dann aber
auch noch Zeit bleiben für die individuelle Beschäftigung mit einzelnen
darin enthaltenen Themenschwerpunkten. Danach wird uns im Seminarraum
unser Kollege André Hohengarten (Historiker aus Luxemburg) berichten
über „Die Proteste der
Luxemburger gegen die Einführung der Zwangsrekrutierung und das
SS-Sonderlager/KZ Hinzert“.
Eine gemeinsame
Schlussbetrachtung soll den Abschluss an diesem Tag bilden.
Am
Sonntag-Vormittag ist
eine Exkursion (mit PKWs) zu den einzelnen „Stätten der
Unmenschlichkeit“ in der Nähe des damaligen Konzentrationslagers vorgesehen:
Zum aufgegebenen Quarzitsteinbruch
(Erschießungsstelle
1942),
zum Gedenkstein und an das ehemalige Massengrab Luxemburger Streikopfer
1942,
zum Gedenkstein und an die Massengräber sowjetischer Kriegsgefangener
1941,
zu den Opfern des „Nacht- und Nebel-Erlasses“
1942/43,
zum Gedenkstein und an das ehemalige Massengrab Luxemburger Widerstandskämpfer
1944
sowie zum ehemaligen Häftlingsfriedhof
1942-1944
und zu den (wahrscheinlich vorgesehenen) Massenliquidierungsgruben von 1944.
Seminarleitung: Bernd Vorlaeufer-Germer
und Horst Koch-Panzner.
Teilnahmezahl: mind. 8
und max.
16
Personen; darunter sollen auch wieder Luxemburger Teilnehmer/innen sein.
Wir bitten um eine rechtzeitige und zudem verbindliche
Anmeldung.
Teilnahmebeitrag p. P.
bei Selbstanreise:
€ 25,--
im DZ bzw. Twin, € 30,-- im EZ (soweit verfügbar). Darin enthalten sind: Seminarkosten, Unterkunft und Frühstück im
Hotel „Haus am Park“ in Reinsfeld. Wir empfehlen und unterstützen
ausdrücklich die Bildung von Fahrgemeinschaften bei anteiliger Übernahme
der Fahrtkosten. Für unser Mittag- und Abendessen (auf eigene Kosten)
werden wir Tische im „Landgasthof Kuhl“ bzw. im Hotel-Restaurant
„Jägerhof“ in Reinsfeld reservieren.
Veranstalter: „Arbeit
und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“,
Marienbader Platz 18, 61348 Bad Homburg v.
d. Höhe, Telefon:
06172 /
92 10 02,
e-mail:
Arbeit-und-Leben@online.de, unterstützt von den Senior/innen in der
DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main, von den Senior/innen der IG
Metall Verwaltungsstelle Bad Kreuznach und von Gewerkschaftskolleg/innen
der
FNCTTFEL aus dem
Großherzogtum Luxembourg.
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auch im Druckformat, wenn Sie die unterstrichene, blaufarbig
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