Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus

Arbeitsgemeinschaft für politische Bildung

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Einladung zum Wochenendseminar

Eine Fahrt in die Vergangenheit:

Besuch der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

in Flossenbürg (Oberpfalz, östlich von Weiden), verbunden mit einem Besuch  des Dokumentations-zentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg:  11. 13. September 2009  (3 Tage)  neu!

Das Konzentrationslager Flossenbürg bestand von 1938 bis 1945 in der Gemeinde Flossenbürg bei Weiden im Oberpfälzer Wald, in der Nähe der Grenze zum Sudetenland. Auf einem Teil des ehemaligen Lagergeländes befindet sich heute die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg.

Etwa 100.000 Gefangene waren insgesamt in dem Lager, von diesen starben mindestens 30.000. Obwohl das KZ ständig erweitert worden war, überstieg die Zahl der Insassen die Aufnahmefähigkeit stets bei weitem. Die Bedingungen im Lager waren unvorstellbar hart. Die schwere Arbeit in den Steinbrüchen und die unzureichende Versorgung der Gefangenen sowie die Grausamkeit der Bewacher kostete viele Häftlinge das Leben. Das KZ Flossenbürg wurde nach 1943 zu einem umfangreichen Netz mit 94 Außenlagern in Bayern, Sachsen und Böhmen ausgebaut. Ab 1943 wurden die KZ-Gefangenen auch für die Produktion in Rüstungsbetrieben sowie zur Produktion von Messerschmitt-Flugzeugen ausgebeutet.

Am 8. April 1945 begann die SS mit der Beseitigung der Beweise für ihre Missetaten. Gleichzeitig wurden vom KZ Buchenwald noch viele zusätzliche Gefangene zum KZ Flossenbürg evakuiert. Am 20. April 1945 musste das KZ endgültig geräumt werden; es begann der Todesmarsch von 14.460 Häftlingen zum KZ Dachau. Nach Kriegsende wurden über 5.000 Leichen entlang der Routen der Todesmärsche geborgen. Etwa 1.600 Gefangene blieben zurück, da sie marschunfähig waren. Am 23. April 1945 erreichte die 90. Infanterie-Division der 3. US-Armee die Gemeinde und nahm sie kampflos ein. Von den zurückgebliebenen Gefangenen starben viele in den folgenden Wochen an den Nachwirkungen der erlittenen Lagerhaft.

Vorgesehener Programmablauf

Freitag: 08.00 Uhr Busabfahrt ab Frankfurt am Main / Gewerkschaftshaus, 08.30 Uhr ab Bad Homburg v. d. Höhe / (Bus-) Bahnhof, Anreise nach Nürnberg, anschließend Besuch der Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitags-gelände in Nürnberg, Mittagspause; nachmittags: Weiterfahrt nach Flossenbürg, in der KZ-Gedenkstätte: Filmvorführung Wir haben überlebt ... die anderen sind geblieben. Ehemalige Häftlinge erinnern sich, anschließend Kurzvortrag mit Diskussion Flossenbürg Wiederentdeckung eines europäischen Erinnerungsortes“, Weiterfahrt nach Windischeschbach; abends in der „Stützelvilla“: Vorstellungsrunde und Nachbereitung der bisher angeschnittenen Themen.

Samstag vormittags: Führung über das Gedenkstättengelände, Mittagspause; nachmittags: eigenständiger Besuch der Ausstellung Konzentrationslager Flossenbürg 1938-1945, anschließend gemeinsamer Gang durch die Ausstellung mit Diskussion; abends in der „Stützelvilla“: Vortrag Vernichtung durch Arbeit (Bernd Vorlaeufer-Germer), Nachbereitung der angeschnittenen Themen.

Sonntag vormittags: Führung im Steinbruch, Besichtigung DEST-Gebäude mit Wandbild, ggf. Besuch der Burgruine Flossenbürg, Mittagspause und Nachbereitung des Seminars; nachmittags: Rückfahrt nach Bad Homburg v. d. Höhe und Frankfurt am Main.

Seminarleitung: Bernd Vorlaeufer-Germer und Horst Koch-Panzner.

(kleinere Änderungen im Programm bleiben vorbehalten)

Teilnahmezahl: max. 22 Personen. Wegen der nur begrenzten Teilnahmezahl bitten wir um eine rechtzeitige und zudem verbindliche Anmeldung.

   

  Die ausführliche Seminarausschreibung erhalten Sie auch im Druckformat, wenn Sie die unterstrichene, blaufarbig markierte Seitenüberschrift anklicken. Dort ist auch das angehängte Anmeldeformular zu finden.

Busfahrt ab/bis Frankfurt a. M. und Bad Homburg v. d. Höhe. Kostenbeitrag p. P.: € 100,--, darin sind enthalten: Unterbringung in der „Stützelvilla“ in Windischeschbach (Nördliche Oberpfalz, Landkreis Neustadt a. d. Waldnaab) in 3-Bett-Zimmern mit Dusche und WC, Halbpension, Fahrtkosten, Eintrittsgelder und Seminarkosten. Mittagessen und Getränke müssten selbst bezahlt werden. – Bei einer kurzfristigen Stornierung innerhalb von zehn Tagen vor Seminarbeginn müssen wir die dann trotzdem anfallenden Kosten berechnen.

Veranstalter: DGB-Region Frankfurt-Rhein-Main / DGB-Senioren, Ansprechpartner ist Horst Koch-Panzner (Telefon: 069 / 27 30 05-74 / -77 / -72 bzw. e-mail: Horst.Koch-Panzner@dgb.de),  unterstützt von „Arbeit und Leben (DGB/VHS) Hochtaunus“ (Telefon: 06172 / 92 10 02, e-mail: Arbeit-und-Leben@online.de).

Zusätzliche inhaltliche Informationen erhalten Sie im Internet durch Anklicken der nachfolgend aufgeführten Links:

   

KZ-Gedenkstätte Flossenbürg:  http://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/ausstellung/index.php (Ausstellung mit Rundgang); http://www.gedenkstaette-flossenbuerg.de/

KZ Flossenbürg (1938-1945): http://www.epochtimes.de/articles/2007/07/22/145128.html http://www.ushmm.org/lcmedia/map/lc/image/flo72080.gif;   http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/flossenbuerg/index.html http://www.km.bayern.de/blz/eup/02_07/1.asp http://www.thirdreichruins.com/flossenburg.htmhttp://www.radio.cz/de/artikel/78461 http://www.radio.cz/de/artikel/78099 http://www.arge-kz-flossenbuerg.de/ http://www.holocaust-education.de/resmedia/document/document/C004T01D.PDF; http://www.br-online.de/bayern/einst-und-jetzt/kriegsende-in-bayern-DID1188598133/index.xml (Kriegsende in Bayern, mit weiterführenden Links)

Burgruine Flossenbürg: http://www.vfmg-weiden.de/flossbg.htmhttp://www.burgenseite.de/html/flossenb.html.

Stützelvilla in Windischeschbach:  http://www.stuetzelvilla.de/boodo.php

Dokumentationszentrum Parteitagsgelände in Nürnberg: http://www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum/index.html; http://www.br-online.de/studio-franken/ns-dokuzentrum-DID1204822535076/dokumentationszentrum-reichsparteitagsgelaende-dokuzentrum-ID1204821744706.xml

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